Junge Menschen bringen sich ein über den 8er Rat
Heute war ich bei der 2. Konferenz des 8er Rates im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zu Gast. Der 8er Rat ist ein Beteiligungsformat, bei dem sich rund 250 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen aus dem Gottfried-Keller-Gymnasium, der Robert-Jungk-Oberschule und der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule aktiv einbringen. In der Sporthalle Charlottenburg in der Sömmeringstraße stellten die Jugendlichen ihre Projektideen vor. Die Themen waren vielfältig und zum Teil sehr konkret: Im Mittelpunkt standen Veränderungen auf Spiel- und Freiflächen, die Art und Qualität des Schulessens sowie Fragen von Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in Parks und auf öffentlichem Straßenland.
Als Adressaten der Ausstellung waren Vertreterinnnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Verbänden und Organisationen aus dem Bezirk eingeladen, um den Jugendlichen bei der Präsenation ihrer Ideen zuzuhören und mit ihnen zu sprechen.
Mich haben viele der vorgestellten Ideen wirklich beeindruckt. Sie waren gut durchdacht und zeigten deutlich, wie intensiv sich die jungen Menschen mit ihrer Lebensrealität im Bezirk auseinandergesetzt haben. Diese Anregungen nehme ich ernst. Ich werde einige der Vorschläge aufgreifen und versuchen, sie in die politischen Diskussionen weiterzutragen – auch wenn klar ist, dass die Umsetzung oft von finanziellen Rahmenbedingungen abhängt.
Beteiligung junger Menschen ist kein „Nice-to-have“, sondern eine wichtige Grundlage für gute Politik vor Ort. Der 8er Rat zeigt einen Weg, wie das gelingen kann. Wichtig aus meiner Sicht ist aber auch, den jungen Menschen im Nachgang konkrete Rückmeldungen zur Umsetzbarkeit zu geben, um ihnen damit auch zu zeigen, wie mit ihren Ideen umgegangen wurde und was sich daraus ggf. in welcher Form realisieren ließ.
Organisiert wurde die Konferenz vom engagierten Team von BeteiliJUNG, Raum für Beteiligung und der DorfwerkStadt e.V.