Eichenprozessionsspinner breitet sich erneut massiv aus
Die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners nimmt in Charlottenburg-Nord derzeit wieder deutlich zu. Besonders betroffen sind nach aktuellem Stand der Volkspark Jungfernheide sowie zahlreiche Straßenbäume und Grünflächen in den angrenzenden Siedlungen. Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben mich in den vergangenen Tagen auf die Situation aufmerksam gemacht und ihre Sorgen geschildert. Die Belastung ist erheblich, denn die Brennhaare der Raupen können gesundheitliche Beschwerden verursachen.
Dazu zählen unter anderem Hautreizungen, Augenreizungen, Atembeschwerden sowie allergische Reaktionen. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein.
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat inzwischen erste betroffene Bereiche mit Absperrbändern gekennzeichnet. Nach Auskunft des Bezirksamts kann eine Entfernung der Raupen und Nester derzeit allerdings noch nicht erfolgen, da sich die Tiere noch nicht in dem notwendigen Entwicklungsstadium befinden. Mit einer möglichen Bekämpfung wird voraussichtlich erst ab Mitte Juni gerechnet.
Ich halte diese Situation für sehr unbefriedigend. Aus meiner Sicht wurden seitens des Grünflächenamtes keine ausreichenden vorbeugenden Maßnahmen getroffen, obwohl das Problem seit Jahren bekannt ist. Eine frühzeitige Bekämpfung hätte die jetzige starke Ausbreitung deutlich begrenzen können. Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, dass künftig rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen durchgeführt werden.
Darüber hinaus habe ich gegenüber dem Bezirksamt angeregt, zeitnah eine Informationsveranstaltung für die Anwohnerinnen und Anwohner in Charlottenburg-Nord durchzuführen. Dort sollten die gesundheitlichen Risiken, die geplanten Maßnahmen des Bezirksamts und der Vermieter sowie konkrete Schutzmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger erläutert werden.
Bis dahin gilt: Bitte meiden Sie abgesperrte Bereiche, berühren Sie weder Raupen noch Gespinste und achten Sie insbesondere auf Kinder und Haustiere.
Für Hinweise zu besonders betroffenen Bereichen oder Fragen zur Situation können Sie sich gern an mein Wahlkreisbüro wenden.