Erinnerung an den 65. Jahrestag des Mauerbaus

Als gebürtiger West-Berliner, aufgewachsen in fußläufiger Entfernung zur Mauer, war die Berliner Teilung ein sehr präsenter Teil meiner Kindheit. Umso wichtiger finde ich es, die Erinnerungen an diese Zeit wachzuhalten. Wir müssen uns nur vergegenwärtigen, wie anders Berlin an manchen Orten aussah, die heute zu den belebtesten und selbstverständlichsten Plätzen unserer Stadt gehören. Deshalb war ich mit meinen Kindern am Brandenburger Tor, wo der Unterschied zwischen "damals" und "heute" doch sehr markant ist.

Wo heute Menschen aus aller Welt zusammenkommen, stand einst eine Grenze, die Berlin und Deutschland teilte und für viele Menschen ganz konkrete Unfreiheit bedeutete.

Die Installation auf dem Platz des 18. März war heute ein wahrer Anziehungspunkt. Und doch kann eine Installation die Mauer nicht vollständig erfahrbar machen. Sie steht nicht am ursprünglichen Verlauf und kann auch nicht die bedrückende physische Präsenz vermitteln, welche die Mauer allein schon für diejenigen hatte, die auf der freien West-Berliner Seite standen.

65 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer ist es unsere Aufgabe, die Erinnerung lebendig zu halten. Gerade für die Generationen, die diese Zeit selbst nicht mehr erlebt haben. Denn Freiheit und Demokratie dürfen wir nie für selbstverständlich halten!

19.8.2026: Erinnerung an den 65. Jahrestag des Mauerbaus